Innere Schulentwicklung –
Pädagogische Konzepte am GMG

Bewegte Pause

Die „Bewegte Pause“

Was ist die „Bewegte Pause“?

Ab dem Schuljahr 2016/17 stehen allen Schülerinnen und Schüler in jeder 2. Pause die Sportanlagen des Graf-Münster-Gymnasiums für sportliche Aktivitäten zur Verfügung, die von einem Sportlehrer und einer Schülergruppe betreut und organisiert werden.

Wann und wo findet die „Bewegte Pause“ statt?

Je nach Wetterlage sind von 10:55 – 11:15 Uhr die Sporthallen (Hallenschuhe/Antirutschsocken erforderlich!) oder die Außenanlagen geöffnet. Die zweite Pause wurde dafür extra verlängert.

Warum findet die „Bewegte Pause“ statt?

Die Möglichkeit zur sportlichen Aktivität in der Pause hat mehrere Gründe:

  • Die Begeisterung für unterschiedliche sportliche Aktivitäten wecken;
  • Den Bewegungsdrang vor allem jüngerer Schülerinnen und Schüler stillen;
  • Positive Lerneffekte nach sportlicher Bewegung nutzen;
Kurztests

Ankündigung von kleinen schriftlichen Leistungsnachweisen („Kurztests“)

Vorbemerkung

Ausgangspunkt für die Durchführung dieser Maßnahme ist die Beobachtung, dass immer mehr Schüler die mündlichen und schriftlichen Prüfungen als eine Belastung empfinden, durch die sie an ihre Grenzen gebracht werden. Dieses Problem betrifft vor allem die Mittelstufenschüler mit 34 und 35 Stunden Unterricht pro Woche. Eine häufige Ursache ist einerseits die nicht ausreichende individuelle Lernbereitschaft oder die unzureichende Kontinuität des Lernens. Andererseits ist jedoch nicht zu leugnen, dass sich die Schüler punktuell überfordert fühlen, da von ihnen in allen Fächern gleichermaßen kontinuierliches Lernen und eine breit gestreute Vorbereitung erwartet wird. Das Lernen erfolgt unter Zeitdruck, episodisch und ohne die besonders in den Kernfächern wichtige ausreichende Fokussierung und Schwerpunktbildung. Somit besteht die Gefahr, dass sich vor allem in Fächern wie Mathematik und Fremdsprachen, in denen die Lerninhalte aufeinander aufbauen, bei einigen Schülern nicht nur zunehmend schlechte Noten, sondern auch Wissenslücken häufen, die entsprechend nachteilige Folgen für das Fortkommen in der Oberstufe mit sich bringen.

Beschreibung der pädagogischen Maßnahme

Am Graf-Münster-Gymnasium gibt es seit Beginn des Schuljahres 2013/2014 keine unangekündigten kleinen schriftlichen Leistungserhebungen mehr. Anstelle der bisherigen Stegreifaufgaben werden nun angekündigte „Kurztests“ geschrieben. Diese erstrecken sich stofflich über den Inhalt der beiden vorangegangenen Stunden. Die Zeitdauer für solche Kurztests bleibt wie bisher bei maximal 20 Minuten; auch die Anforderungen werden nicht erhöht. Die Frist der Vorankündigung bestimmt die jeweilige Lehrkraft. Versäumte Kurztests werden nicht nachgeschrieben.

Ziele

1. Steigerung der Motivation

2. Entlastung der Schüler

3. Eigenverantwortung der Schüler

4. Individuelle Förderung

Pädagogische Überlegungen

zu 1.

Die Kurztests sind ein faires Angebot an die Schüler, indem sie ihnen die Gelegenheit geben, sich gezielt auf eine Prüfung über einen begrenzten Stoff einzustellen und eine gute Leistung zu erzielen. Gerade bei schwächeren Schülern kann eine unerwartete Prüfung eine Blockade hervorrufen, durch die sie nicht einmal in der Lage sind, das abzurufen, was sie eigentlich wissen. Durch die Ankündigung der Prüfung kann die Furcht vor einem Misserfolg in die Hoffnung auf ein Erfolgserlebnis umgewandelt werden. Außerdem wird durch die Kurztests vermieden, dass gute Schüler, die sich in aller Regel gewissenhaft vorbereiten, das Pech haben, einmal „kalt erwischt“ zu werden und eine schlechte Note zu bekommen, durch die sie demotiviert werden.

zu 2.
Bislang war es kaum zu vermeiden, dass Stegreifaufgaben auch einmal auf für die Schüler ungünstige Termine fielen oder sich an einem Tag häuften. Durch die Ankündigung und die Reaktion der Schüler darauf entsteht beim Lehrer das Bewusstsein hinderlicher Faktoren. Dass dieser Dialog mit den Schülern nunmehr geführt wird, hat für den Lehrer den Vorteil, dass er sich nicht dem Vorwurf aussetzen muss, durch eine ungünstige Terminwahl schlechte Noten gleichsam provoziert zu haben.

zu 3.
Die Ankündigung einer Leistungserhebung bietet dem Schüler nicht nur die Chance auf eine gute Note, sondern beinhaltet auch die Pflicht zu einer gewissenhaften Vorbereitung, da er für mangelhafte und ungenügende Leistungen selbst verantwortlich ist.

zu 4.
Durch nicht angekündigte Leistungserhebungen wird zu einem Teil auch die Gewissenhaftigkeit der Vorbereitung auf diese konkrete Stunde abgeprüft. Dies ist zwar eine durchaus wichtige Sekundärtugend, doch bliebt oft unklar, ob ein Schüler den Stoff nicht verstanden oder nur „nichts gelernt“ hat. Daher ermöglichen die angekündigten Kurztests auch eine gezieltere individuelle Förderung: Hat ein Schüler trotz ausreichender und gewissenhafter Vorbereitung auf einen angekündigten Kurztest eine schlechte Note erzielt, kann der Lehrer die Problembereiche dieses Schülers genauer identifizieren und gezielter auf dessen individuelle Lernschwierigkeiten oder fachliche Schwächen eingehen.

Fazit

Schulleitung, Elternbeirat und Kollegium des Graf-Münster-Gymnasiums sind überzeugt, dass die Einführung angekündigter Kurztests, die weitestgehend der MODUS-21-Maßnahme Nr. 21 entspricht, Stress- und Angstsituationen entgegenwirkt und den Schülern – bei entsprechender Aufmerksamkeit im Unterricht und häuslicher Vorbereitung – die Aussicht auf ein erfolgreicheres Arbeiten bietet.

PDF-Icon   Kurztests

Lehrerklassenzimmer

Vergabe von Unterrichtsräumen an Lehrkräfte – „Lehrerklassenzimmer“

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Vorbemerkung

Das Fachraumprinzip für bestimmte Fächergruppen (Naturwissenschaften, Sport, Kunst und Musik) hat am Gymnasium eine lange Tradition. Klassen oder Kurse suchen während der entsprechenden Unterrichtsstunde die Fachräume auf und werden dort von den Fachlehrern unterrichtet. Die Unterrichtsmaterialien für diese Fächer (Versuchsaufbauten, Arbeitsmaterialien, chemische Substanzen u.a.) erfordern fachspezifisch ausgerichtete Unterrichtsräume. In vielen anderen Ländern, z. B. England oder Frankreich, werden generell die Unterrichtsräume Lehrern zugeordnet und die Schüler suchen die jeweilige Lehrkraft in deren Unterrichtsraum auf. Das Fachraumprinzip wird somit auf jede Einzellehrkraft übertragen. Auch an deutschen Schulen findet dieses „Lehrerklassenzimmer-Prinzip“ immer mehr Zuspruch. Im Vorfeld der Einführung haben wir mit Schulen, die dieses Prinzip eingeführt und positive Erfahrungen damit gesammelt haben, Kontakt aufgenommen und deren Erkenntnisse in die Vorplanung mit einbezogen. Alle Gremien der Schule, Lehrerkonferenz, Schulleitung, Personalrat, Elternbeirat, SMV und Schulforum, haben sich im Vorfeld der Einführung der Lehrerklassenzimmer mit pädagogischen und organisatorischen Aspekten intensiv auseinandergesetzt und den Start gut vorbereitet.DSC_3927

Beschreibung der pädagogischen Maßnahme

Ab dem Schuljahr 2012/2013 findet der Unterricht am GMG für die Jahrgangsstufen 6 bis 12 in den Lehrerklassenzimmern statt. Einem Großteil der Lehrkräfte werden, soweit sie nicht bereits in Fachräumen unterrichten, feste Unterrichtsräume zugeordnet. Die Schülerinnen und Schüler der o. g. Jahrgangsstufen begeben sich zum Unterricht in den Raum des jeweiligen Lehrers. Dies ist vergleichbar mit dem Aufsuchen der Fachräume. Für die 5. Klassen gilt aus pädagogischen Gründen das bisherige Klassenzimmerprinzip. Als unterstützende Maßnahme hat sich das Doppelstundenprinzip bewährt, das in der Oberstufe in allen Fächern praktiziert und von manchen Fachschaften auch in den Klassen 6 bis 12 angestrebt wird.

Ziele

1. Verbesserung der Arbeitsatmosphäre

2. Erhöhung der Aufmerksamkeit der Schüler

3. Verhinderung unerwünschter Gruppenprozesse

4. Entlastung der Schülerinnen und SchülerDSC_3922

Pädagogische Überlegungen

zu 1.
Die bessere, fachspezifische und mediale Ausstattung, ein rascher Austausch von Unterrichtsmaterial zwischen Kollegen – die Lehrerklassenzimmer sind in Fachbereichen zusammengefasst – und die „individuelle Note des eigenen Reviers“ wirken sich ausgesprochen positiv auf die Arbeitsatmosphäre aus. Die größere Sauberkeit in den Räumen und der starke Rückgang von Sachbeschädigungen steigern das positive Raumgefühl für Schüler und Lehrer. Auch die Lehrkräfte werden spürbar entlastet, weil sie sich nicht auf einen unter Umständen langen Weg durch das Schulhaus zu ihrer nächsten Klasse müssen, sondern stattdessen während des Klassenwechsels durchatmen und Unterrichtsmaterial für die nachfolgende Klasse oder Lerngruppe bereitstellen können. Dies ermöglicht einen zügigen Beginn des Unterrichts.

zu 2.
Der Raumwechsel kommt den Bewegungsbedürfnissen von Kindern und Jugendlichen entgegen. Die „neue Lernumgebung“ steigert die Aufmerksamkeit für die Lerninhalte der anschließenden Unterrichtsstunde.

zu 3.
Da Schüler sich nicht mehr unbeaufsichtigt im Unterrichtsraum aufhalten, haben sie weniger Gelegenheit dort ihre Mitschüler zu ärgern, sich mit ihnen zu streiten oder Mobiliar zu beschädigen.

zu 4.
In vielen Lehrerklassenzimmern werden neben Lehrmaterialien auch ganze oder halbe Klassensätze von Schulbüchen bereitgehalten. So können nach Absprache mit dem Fachlehrer die Bücher zuhause gelassen werden, was die Schüler deutlich entlastet, weil die Schultaschen dann erheblich leichter werden.

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   Lehrerklassenzimmer

Trainingsraum

Das Trainingsraumprogramm

Liebe Eltern,

nach der erfolgreichen Probephase mit einigen Klassen in der zweiten Hälfte des letzten Schuljahres wird das Trainingsraum-Programm mit Beginn dieses Schuljahres für alle Klassen eingeführt. Im Folgenden stellen wir Ihnen Charakteristika des Programms und unsere damit verbundenen Intentionen vor.

Klare Regeln, klare Konsequenzen
Grundlage des Trainingsraum-Programms ist der Grundkonsens, dass Lehrer und Schüler sich in der Schule in einer Gemeinschaft befinden, die durch klare Regeln und klare Konsequenzen gekennzeichnet ist.

Mit der Einführung des Trainingsraumes verfolgt die Schule ein zweifaches Ziel.
Lernwillige Schüler/innen werden geschützt und ein ruhiger, ungestörter Unterricht ermöglicht. Schülern/innen, die momentan nicht in der Lage sind, sich auf den Unterricht zu konzentrieren und produktiv mitzuarbeiten, daher den Lernprozess ihrer Mitschüler stören, werden in der jeweiligen Unterrichtsstunde nach eindringlichen Ermahnungen aus dem Unterricht in den Trainingsraum geschickt. Dort erhalten sie von der anwesenden Lehrkraft gezielt Hilfe, um das eigene Verhalten zu reflektieren, das Sozialverhalten zu verbessern und Eigenverantwortung für einen störungsfreien Unterricht zu übernehmen. Einsichtige Schüler, die konstruktive Vorschläge für ihre Teilnahme am Unterricht darlegen, können sofort wieder in die Klasse zurückkehren mit dem Plan, der das neue Verhalten beschreibt, das die Schüler bereit sind zu zeigen.

Das Programm bezieht sich ausdrücklich nur auf gravierende Unterrichtsstörungen, die die Lernmöglichkeiten der Mitschüler erheblich beeinträchtigen!
Deshalb ist der Schüler selbst dafür verantwortlich, den versäumten Unterrichtsstoff nachzuholen. Steht in der Folgestunde eine Schulaufgabe an, ist der Schüler / die Schülerin verpflichtet in den Unterricht zurückzugehen.

Wir hoffen, dass Sie die Zielsetzung unseres Trainingsraum-Programms unterstützen, so dass wir uns in den Klassenzimmern verstärkt der unterrichtlichen Arbeit, also dem schulischen Erfolg Ihrer Kinder widmen können.

PDF-Icon Das Trainingsraumprogramm