Fachprofil: Biologie

Die Vielfalt biologischer Phänomene macht ein exemplarisches Vorgehen im Unterricht unumgänglich. Um die Inhalte zu strukturieren, orientiert sich der Biologieunterricht an Basiskonzepten, auf die bei der Behandlung der verschiedenen Fachinhalte immer wieder Bezug genommen wird:

  • Struktur und Funktion: Lebewesen und Lebensvorgänge sind an Strukturen gebunden; es gibt einen Zusammenhang von Struktur und Funktion.
  • Organisationsebenen: Lebensphänomene lassen sich auf verschiedenen Organisationsebenen erklären.
  • Stoff- und Energieumwandlung: An allen Lebensvorgängen sind Stoff- und Energieumwandlungen beteiligt.
  • Information und Kommunikation: Lebewesen nehmen Informationen auf, speichern und verarbeiten sie und kommunizieren.
  • Steuerung und Regelung: Lebewesen halten bestimmte Zustände durch Regulation aufrecht und reagieren auf innere und äußere Veränderungen.
  • Reproduktion: Lebewesen sind fähig zur Reproduktion, dabei geben sie Erbinformationen weiter.
  • Variabilität und Angepasstheit: Lebewesen sind bezüglich Bau und Funktion an ihre Umwelt angepasst. Angepasstheit wird durch Variabilität ermöglicht.
  • Entwicklung: Lebendige Systeme verändern sich mit der Zeit. Man unterscheidet die Individualentwicklung und die evolutionäre Entwicklung.

Durch die Betonung der Basiskonzepte kommen kummulative Lernprozesse in Gang, die die Schüler/-innen schließlich dazu befähigen, Phänomene der Natur selbst einzuordnen und zu deuten.

 

Präparation eines Schweineherzens

Die Präparation des Schweineherzens wird in der 10. Jahrgangsstufe im Fach Biologie im Zusammenhang mit dem Thema „Herz-Kreislaufsystem“ durchgeführt, was zu einem umfassenden Verständnis des Blutsystems und der Funktion des Herzens führt.

Das Schweineherz eignet sich besonders gut für die Präparation, weil es dem Bau des menschlichen Herzens in den meisten Punkten stark ähnelt:

Herzvenen und -arterien sind gleich angeordnet wie beim Menschen, die Herzkammern und Vorhöfe sind gleich gebaut, Segel- und Taschenklappen entsprechen größtenteils denen des Menschen und auch die für einen reibungslosen Blutfluss verantwortliche glatte Oberfläche im Inneren des Herzens ist beim Schweineherz genauso vorhanden wie beim menschlichen Herz.

Natürlich verträgt nicht jeder Schüler das Präparieren des Herzens, aber es hilft ungemein, den Bau des Herzens zu verstehen.

Fabian Karittke, 10 b

Oberstufe Lehrplan

Lehrplaninhalte der Jahrgangsstufen 11 und 12

Das Fach Biologie in der Oberstufe ist gekennzeichnet durch eine verstärkt wissenschaftspropädeutische Ausrichtung. Die Themen reichen von der molekularen Basis des Lebens bis hin zu anthropologischen Fragestellungen.

Q11:

  • Strukturelle und energetische Grundlagen des Lebens
    • Organisation und Funktion der Zelle
    • Energiebindung und Stoffaufbau durch Fotosynthese
    • Grundprinzipien der Energiefreisetzung durch Stoffabbau (Zellatmung,Gärung)
  • Genetik und Gentechnik
    • Molekulargenetik (DNA-Aufbau, Proteinbiosynthese)
    • Zytogenetik (Mitose, Meiose)
    • Klassische Genetik (Vererbungsregeln, Erbgänge)
    • Humangenetik (genetische Familienberatung, Erbkrankheiten)
    • Gentechnik
  • Der Mensch als Umweltfaktor – Populationsdynamik und Biodiversität

Q12:

  • Evolution
    • Evolutionsforschung
    • Mechanismen der Evolution
    • Evolutionsprozesse
    • Evolution des Menschen
  • Verhaltensbiologie
    • vollständig und überwiegend genetisch bedingte Verhaltensweisen
    • Erweiterung einfacher Verhaltensweisen durch Lerneinflüsse
    • Individuum und soziale Gruppe
    • Angewandte Verhaltensbiologie
  • Neuronale Informationsverarbeitung
Seminare

W-Seminare und Seminararbeiten

Biologie 2009/2011 – Leitthema: „Das Spiel der Geschlechter“

  • Homosexualität heute
  • Klonen für medizinische Zwecke
  • Sex im Kopf – Neurobiologische Vorgänge beim menschlichen Sexualakt
  • Zwitter
  • Königinnenzucht von Bienen im weisellosen und weiselrichtigen Volk
  • Biologische und ethische Aspekte der assistierten Fortpflanzung
  • Die neuen Verhütungsmittel beim Mann
  • Wie reagiert die Öffentlichkeit darauf, dass Sex in den Medien publiziert wird?
  • Die Befruchtung der menschlichen Eizelle
  • Sexualverhalten der Bonobos im Vergleich zum Menschen
  • Transsexualität – Von der Geburt bis zur Geschlechtsanpassung
  • Das Imponiergehabe des männlichen Geschlechts im Vergleich Tier zu Mensch
  • Der Einfluss von Aussehen und Geruch in der Partnerwahl des Menschen
  • Ambystoma mexicanum – Entwicklung, Aufzucht und Haltung

Biologie 2010/2012 – Leitthema: „Sinne mit Sinn“

  • Immer der Nase nach – Eine vergleichende Darstellung ausgewählter Wirbeltierklassen
  • Sinnesorgane und Lernen – Eine Untersuchung mit den Schülern des GMG
  • Warum Schmerz gut ist!
  • 3D-Kino und Sinne – Die kommerzielle Nutzung eines Evolutionsproduktes
  • Entstehung des Bildes – Entstehung der Sehsinnesorgane anhand von Modellen
  • Musik und Lernen – Sinnvoll oder kontraproduktiv?
  • Ganz nach meinem Geschmack – eine vergleichende Darstellung verschiedener Wirbeltierklassen
  • Gibt es einen sechsten, siebten oder achten Sinn?
  • Jugendschwerhörigkeit – Eine Studie mit den Schülern des GMG
  • Kommunikation im Bienenstaat – Auf den Spuren von Karl Frisch
  • Reizvolle Produktwerbung – Die Natur als Vorbild der Werbeindustrie
  • Sinne ohne Sinnesorgane – Wie machen das Mikroorganismen?
  • Der sensibelste Kopf – Eine künstlerische Darstellung mit evolutionsbiologischer Begründung
  • Zielgenau ohne Kompass – Wie orientieren sich Tiere?
  • Raum der Sinnestäuschungen – Eine Ausstellung für den Elternsprechtag

Biologie 2011/2013 – Leitthema: „Bionik“

  • Fliegen und Segeln – Der Mensch erobert den Himmel
  • Wasserspinne und Wasserspitzmaus – Vorbilder für trockene Bademode
  • Termitenhügel – Nachbau einer von der Natur inspirierten Belüftungsanlage
  • Erfolg am seidenen Faden – Biotech-Seide am Beispiel der Gartenkreuzspinne
  • Greifsysteme in Natur und Technik
  • Die Natur inspiriert Architekten – Der Bionic-Tower
  • Stahlbeton – ein bionischer Werkstoff
  • Bionik-Design – „Das Kofferfischauto“
  • Evolutionsstrategie als bionische Optimierungsmethode
  • Haihauteffekt – Bionik und Innovation in der Schifffahrt
  • Der Geckofuß – Ein klebstofffreies Haftsystem
  • Harze und industriell hergestellte Holzleime im Vergleich
  • Efeu und Wilder Wein – Intelligente Kleber nach dem Vorbild der Natur
  • Das 21. Jahrhundert gehört den Robotern – Schwimmroboter als künstliche Fische
  • Einer für alle , alle für einen – Kooperatives Verhalten in der Technik
Ab in die Badewanne

Inklusionsprojekt „Ab in die Badewanne“

Am Freitag vor den Weihnachtsferien kamen Schüler/Innen der Dietrich Bonhoeffer-Schule aus Bayreuth zu uns in die Schulgarten-AG um gemeinsam mit den Schüler/Innen des GMGs Badesalzperlen herzustellen. Mit vereinten Kräften wurde abgewogen, geschmolzen, parfümiert und geformt.

Grundwissen 8

Grundwissen 8:


GWB8GMG

Grundwissen 9

Grundwissen 9:

GWB9GMG

Aquarien

Aquarien am Graf-Münster-Gymnasium

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Terra_Preta

Klimaschutz meets urban gardening

Das Projekt der AG Natur ist noch nicht ganz beendet, hat aber zumindest für dieses Schuljahr einen schönen Abschluss gefunden. Am Freitag, den 17. März 2017, haben wir zusammen mit Thomas Kappauf vom Lindenhof unser Projekt begonnen und am Freitag, den 7. Juli 2017, konnten wir nun zusammen mit unseren Gästen aus dem Hospitalstift unsere Ernte feiern und verzehren. Es wurde Salat zubereitet, eine Gemüsesuppe gekocht und als Nachtisch gab es Früchtequark mit Honig – lecker! Bei dem gemeinsamen Essen ist dann doch das ein oder andere Gespräch über die Generationen hinweg zustande gekommen. Das war ein schönes Erlebnis an dem idyllischsten Ort des Graf-Münster-Gymnasiums, in unserem Schulgarten.

Oliver Schinköthe, Andrea Klier

Fachbereich Biologie – Bildergalerie