Geschichte am GMG

Projekte

Projekte im Geschichtsunterricht


Bilingualer Geschichtsunterricht

Internetseiten

Interessante Links zur Geschichte


http://www.isb-gym8-lehrplan.de 

Link zum neuen Lehrplan des achtjährigen Gymnasiums

http://www.historicum.net
Portal zur Geschichte der frühen Neuzeit, unter anderem getragen von der Bayerischen Staatsbibliothek in München

http://www.nfhdata.de
Presseschau „Nachrichtendienst für den Historiker“ durchforstet täglich die wichtigsten überregionalen Tages- und Wochenzeitungen nach Artikeln mit historischem Bezug; interessant für aktuelle Unterrichtseinstiege

http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de
präsentiert unter anderem diverse Lexika, Fachliteratur, Quellentexte und Kartenmaterial – eine Fundgrube für die regional und landesgeschichtlich interessierte Lehrkraft

http://www.historisches-lexikon-bayerns.de
enthält ausführliche Artikel, aber auch Quellentexte, Karten, Bilder und Tondokumente zur bayerischen Geschichte. Gegenwärtig enthält es Artikel zur Geschichte Bayerns in der Zeit der Weimarer Republik; weitere Epochen werden Stück für Stück ergänzt

http://www.hdg.de/lemo/home.html
LEMO = Lebendiges Museum Online:
Gesamtdarstellung zur deutschen Geschichte vom Kaiserreich bis zur Gegenwart

http://www.wcurrlin.de/pages/5.htm
Basiswissen zur Geschichte von der Antike bis ins 20. Jahrhundert

http://www.preussen-chronik.de
Die Chronik Preußens von 1618 – 1947

http://www.shoa.de
Umfangreiche Informationen zur Verfolgung der Juden, zum Holocaust und zum Dritten Reich

Studienfahrten

Auschwitzfahrt 2002

In Abständen von ca. drei bis vier Jahren wird für eine interessierte Schülergruppe aus den Jahrgangsstufen 9 bis 13 eine Fahrt in die Gedenkstätte Auschwitz organisiert. Dadurch ist es gewährleistet, dass jeder Schüler bzw. jede Schülerin des GMG mindestens einmal in seinem Schulleben die Möglichkeit hat, an dieser Fahrt teilzunehmen und dabei etwas zu erfahren, was nicht durch Unterricht, Film oder Buch zu vermitteln ist.

Für die Zukunft ist in diesem Zusammenhang auch ein Treffen mit Schülern eines Krakauer Gymnasiums geplant.

Über die Fahrt vom 27. – 30.7.2002 haben zwei Schüler folgenden Bericht geschrieben:

Auschwitz war für den Großteil der Gruppe nur ein abstrakter, aus dem Unterricht und den Medien bekannter Begriff, umso erschreckender war der erste reale Anblick der zerfallenen Baracken, Gaskammern und Krematorien bei der Einfahrt nach Oswiecim. Im Bus herrschte bedrückende Stille.

Die Führung durch die Gedenkstätte Auschwitz I (Stammlager) begann an eben jenem Tor, an dem zynisch „Arbeit macht frei“ steht.

Eingangstor vom Stammlager Auschwitz I

Durch dieses Tor wurden täglich Tausende von Menschen zur Zwangsarbeit in umliegende Steinbrüche und deutsche Industriebetriebe getrieben. Sowohl Ziegelbaracken im Originalzustand als auch die zu Ausstellungsräumen umgestalteten Baracken konnten im Stammlager Auschwitz I besichtigt werden. Hier sieht man in großen Vitrinen die Habseligkeiten, die den Häftlingen abgenommen wurden: Schuhe, Essgeschirr, Brillen, Koffer, Kleidung u.ä.

Besonders schockierend war ein zehn Meter langer Glaskasten, in dem sieben Tonnen menschlichen Haares zu sehen sind. Dieses Haar wurde den vergasten Menschen von sogenannten Sonderkommandos, bestehend aus jüdischen Häftlingen, die zur Verbrennung der Toten gezwungen wurden, abgeschnitten und später an die deutsche Industrie verkauft und zu Wolle und Filz verarbeitet. Vor der von den Häftlingen als „schwarze Wand“ bezeichneten Mauer zu stehen, an welchem massenweise Erschießungen stattfanden, und in die erste Gaskammer in Auschwitz zu gehen, waren weitere Momente der Trauer und der Erschütterung und zugleich stille Zeugen nationalsozialistischen Massenmordes, dem mehr als zwei Millionen Menschen zum Opfer fielen.

Im drei Kilometer entfernten Vernichtungslager Auschwitz – Birkenau oder Auschwitz II begann die Führung an dem Tor, durch welches Güterzüge mit deportierten Juden aus ganz Europa zu einer Selektionsrampe fuhren. Links und rechts der kilometerlangen Gleise erstrecken sich Hunderte von Barackenruinen, von denen teilweise nur noch zwei Schornsteine zu sehen sind. In den Baracken, die im ersten Weltkrieg als Ställe für 32 Pferde benutzt wurden, mussten auf engsten Raum und unter menschenunwürdigen Verhältnissen bis zu 400 Häftlinge hausen.

Holzbaracke in Auschwitz II – Birkenau

Abgeschirmt vom Lager waren die Reste der vier unterirdischen Gaskammern mit den Krematorien zu sehen, die von den Nazis zur Vertuschung ihrer Untaten bei der Auflösung des Lagers gesprengt wurden. Dennoch blieb noch so viel übrig, dass man das ungeheuere Ausmaß dieser „Todesfabriken“ erkennen konnte: In einer Gaskammer wurden in nur 20 Minuten mittels Zyklon B bis zu 2000 Menschen ermordet.

Die Asche dieser Menschen liegt heute noch in den Teichen neben den Gaskammern und in der Umgebung des Lagers.

Ruinen der unterirdischen Gaskammern mit Krematorien in Auschwitz II – Birkenau

 

Zyklon – B – Dosen

 

„Aschensee“

Als besonders informativ und spannend erwies sich in der Internationalen Jugendbegegnungsstätte Oswiecim ein mehr als dreistündiges Gespräch mit dem ehemaligen Häftling Jerzy Hronowski, der als politischer Gefangener zweimal die „Hölle“ von Auschwitz durchmachen musste. Hronowski berichtete über viele beeindruckende Details, wie z.B. die Tatsache, dass nur die Gefangenen von Auschwitz eine Nummer auf den Unterarm tätowiert bekamen und er als einziger zwei Nummern habe. Gleichzeitig bekam die Schülergruppe ein differenziertes und auch schockierendes Bild über den Alltag im Lager. So wurde verdeutlicht, dass nur der, der Zusatznahrung „organisieren“ konnte und der nicht in ein brutales Arbeitskommando gezwungen wurde, längere Zeit überleben konnte. Erschreckende Eindrücke vermittelte der Bericht über die Strafkompanie: Wer hier drei Tage überlebt habe, sei mit einer Straßenwalze getötet worden, nachdem er zu Boden geschlagen wurde.

Stehzellen als Strafmaßnahme

Und überraschende Einsichten brachte die Darstellung des Verhaltens der Wachmannschaften: Die Mehrheit der SS-Leute und der Kapos (privilegierte Häftlinge als Aufseher) habe sich zwar als brutale Verbrecher erwiesen, es habe aber auch durchaus Aufseher gegeben, die sich den Umständen entsprechend menschlich verhalten hätten, sodass sich einige Häftlinge nach Kriegsende sogar für einen Rottenführer bei den Alliierten einsetzten.

Steinbaracke in Auschwitz II – Birkenau

Zum Abschluss der Fahrt stand die Altstadt und das ehemalige Judengetto von Krakau auf dem Programm, wobei durch den Besuch einiger Synagogen ein kleiner Einblick in die jüdische Kultur, bevor sie durch die Nazis fast ausgelöscht wurde, gegeben wurde. Heute lebt nur noch eine verschwindend geringe jüdische Minderheit in Krakau.

Abschließend möchten wir uns bei allen bedanken, die uns diese beeindruckende Fahrt ermöglicht haben. Das besondere Engagement unserer Lehrer und Begleiter Frau und Herrn Graf sowie Frau Groß wollen hier noch einmal hervorheben. Auch dem Verein Freunde des GMG möchten wir herzlich für ihre großzügige Spende danken.

Stephan Hauhs

Alexander Zahn

Grundwissen

Grundwissen Klasse 6 bis 10


Grundwissen 6. Jahrgangsstufe

Grundwissen 7. Jahrgangsstufe

Grundwissen 8. Jahrgangsstufe

Grundwissen 9. Jahrgangsstufe

Grundwissen 10. Jahrgangsstufe

 

Das Passwort zum Öffnen der Dokumente erhält man beim jeweiligen Fachlehrer.