GMG an der Spree

Am Montagmorgen ging es für uns um 7.45 Uhr los. Zwar erstmal in die falsche Richtung – Frau Schwarz wollte wohl spontan nach Nürnberg fahren – letztendlich schafften wir es aber auf die richtige Straße. In der Hauptstadt angekommen wurden uns unter Regen mit sehr netten Stadtführern die Sehenswürdigkeiten Berlins nähergebracht. Nachdem wir die Zimmer im Aletto Hotel Kurfürstendamm bezogen hatten, durften wir auf eigene Verantwortung die Gegend unsicher machen.

Nach einem ausgiebigen Frühstück am Dienstagmorgen ging es in verschiedenen Gruppen entweder mit Herrn Gallert in das Jüdische Museum, mit Frau Wagner und Herrn Kottmeier in das Medizinhistorische Museum oder mit Frau Bauer, Frau Wandersmann und Herrn Illig in das Naturkundemuseum. Das Medizinhistorische Museum hinterließ bei uns mit all seinen Präparaten einen faszinierenden Eindruck.  Am Nachmittag trafen wir uns erneut in unterschiedlichen Gruppen, um in das Deutsche Historische Museum/Holocaust-Mahnmal/Nationalgalerie/Technikmuseum zu gehen. Auch dort wurden uns nähere Informationen von Mitarbeitern zu den Ausstellungen mitgegeben. Wie den ersten Abend konnten wir auch den zweiten selbst gestalten.

Eigentlich wollten wir uns am Mittwochvormittag das Bundeskanzleramt anschauen, jedoch wurde unser Besuch kurzfristig abgesagt. Stattdessen gingen wir in die Ausstellung „Die Mauer“ von Asisi und sahen dort ein lebensgroßes 360° Panorama vom Grenzbereich zwischen Ost- und Westberlin. Dies erwies sich als sehr interessant und eindrucksvoll. An diesem Tag hatten wir den Nachmittag zur freien Verfügung. Viele haben dort die Läden Berlins abgeklappert. Am Abend sind wir nach eigenen Vorlieben entweder in ein Impro-Theater, Musical oder politisches Kabarett gegangen.

Da wir uns am Donnerstag erst um 10.30 Uhr vor dem Hotel trafen, konnten wir an diesem Morgen länger ausschlafen, vorausgesetzt, man wollte nicht mit Herrn Illig, Herrn Gallert und Frau Bauer wie jeden Morgen zum Brandenburger Tor joggen oder musste Matheschulaufgabe nachschreiben.  Zusammen sind wir mit dem Bus nach Hohenschönhausen in das Staatssicherheitsgefängnis gefahren, wo wir von einem Zeitzeugen durch die Einrichtung geführt wurden. Die Erzählungen seiner Erlebnisse dort bewegten viele von uns. Im Anschluss ging es direkt weiter in den Bundestag. Dort erhielten wir eine kurze Einführung in die Arbeitsweise des Parlamentes von einem Mitarbeiter auf Nuschelkurs. Anschließend durften wir uns die berühmte, gläserne Kuppel des Bundestages anschauen und von oben die gigantische Aussicht über Berlin genießen. Direkt danach trafen wir uns mit dem Abgeordneten der FDP, Thomas Hacker, um mit ihm über die politischen Interessen der Jugendlichen zu diskutieren. Dabei entwickelte sich eine hitzige Diskussion, gerade über das aktuelle Thema Umwelt, wobei auch die Lehrer nicht an sich halten konnten. Aufgrund unseres vorbildlichen Verhaltens wurde die Zimmerkontrolle um eine Stunde nach hinten verschoben, sodass wir erst um 24 Uhr auf unseren Zimmern sein sollten.

Nach einer gelungenen Klassenfahrt in Berlin ging es für uns am Freitagmorgen noch zur East Side Gallery, wo wir uns die atemberaubenden Kunstwerke auf den Resten der Mauer ansehen konnten. Von dort nahmen uns Herr und Frau Schwarz wieder mit nach Bayreuth. Manche fanden es richtig zum Kotzten, dass wir schon wieder nach Hause mussten.

Zusammenfassend war es für die meisten Schüler eine schöne Woche, auf die sich jeder zukünftige 10.-Klässler am GMG freuen darf.

(Johanna und Laura)