Aktivitäten und Erfolge (2019)

Spiel‘ gut mit C#Nat!

was haben Aceton, jede Menge Bausteine und die Forscherklassen vom GMG gemeinsam? Klar, das klingt nach chemischen Experimenten und kniffligen Bauaufgaben! In der letzten Woche waren die beiden Forscherklassen 5a und 5b nämlich zu Besuch beim höchst interessanten Chemieprogramm „C#Nat – Chemie vernetzt Naturwissenschaften“ an der Uni Bayreuth. Zuerst gab es eine kurzweilige Info vom Leiter der Didaktik Chemie, AD Walter Wagner, über Lego-Steine und ihre besondere Kunststoffmischung. Dann rückten die Jungforscher profimäßig ausgerüstet mit Schutzhandschuhen, Kitteln und Schutzbrille den Kunststoffsteinen mit Lösungsmittel zu Leibe. Außerdem kamen eine Zentrifuge und eine Heizplatte (über 200 °C!) zum Einsatz, um die verschiedenen Kunststoffsorten eindeutig zu unterscheiden. Angeleitet wurden die Kinder von waschechten Chemikern, die als Highlight auch noch flüssigen Stickstoff auspackten.

Nach der chemischen Untersuchung des beliebtesten Bausteins der Welt waren die „Ingenieure“ gefragt. Einen „Hinkenden Frosch“ und ein „Heupferd“ nach Anleitung bauen – das ging ja noch: aber wer baut ein Auto, das möglichst weit fahren kann? Der Wettbewerb war eröffnet und schon bald wurde in den Gängen des Gebäudeteils NWII die 10-Meter-Marke geknackt. Hier zeigte sich auch schnell, dass man für das Forschen und Entdecken manchmal eine gehörige Portion Geduld und Durchhaltevermögen braucht – eine von vielen Erkenntnissen an diesem spannenden Tag an der Uni.

(Lego ist übrigens ein Kunstwort und stammt vom dänischen „Leg godt“ = „Spiel‘ gut“…)

Tropische Frücht(ch)e(n) im Botanischen Garten …

schmecken sogar noch viel besser als zu Hause. Egal ob Ananas, Bananen, Lulo, Kakao, Papaya, Mango oder Kokosnuss, alles wurde probiert und gegessen. Von „boah, lecker“ bis „kann ich noch was haben“ war alles dabei (leider auch manchmal „bäh“, aber probieren geht ja bekanntlich über studieren). Diese Erfahrungen machten die Schülerinnen und Schüler der Natur AG, als sie in zwei Gruppen aufgeteilt am 22.2.2019 und am 1.3.2019 von Frau Geukes durch den Ökologisch-botanischen Garten geführt wurden. So haben die Kinder neben vielen Geschmacksproben auch noch sehr interessante Informationen zu den Pflanzen, deren Früchte sie im Alltag oft schon gegessen haben, bekommen und über sie etwas gelernt. Sowohl neue Beobachtungen („Ja, die Früchte des Kakaos wachsen tatsächlich direkt am Stamm“), als auch interessante Informationen (Ja, der Same einer Kokosnuss ist wirklich so groß wie ein Handball und kann schwimmen!“) konnte sicherlich der ein oder andere im Gedächtnis behalten und mit nach Hause nehmen.

Oliver Schinköthe und Andrea Klier

Herausforderungen der Energiewende

Prof. Stephan Pöhler von der Fa. TenneT erläutert unseren Schülern die Problematik des Übertragungsnetzes in Deutschland

Auch in diesem Jahr wurde die erfolgreiche Kooperation mit der Fa. TenneT fortgesetzt. Prof. Stephan Pöhler kam zu den gut 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmern unserer Physikkurse der Q11, um mit ihnen über die Herausforderungen der Energiewende zu sprechen. Insbesondere wurde dabei die Problematik des Übertragungsnetzes diskutiert, welches den im Norden Deutschlands durch Windkraft produzierten Strom über Gleichstromtrassen in den Süden transportieren soll. In einem kurzweiligen und fachkundigen Vortrag informierte uns Herr Prof. Pöhler sehr anschaulich und fachkompetent über Chancen und Herausforderungen dieses riesigen Projektes. Wir freuen uns schon auf die Fortsetzung dieser Kooperation im nächsten Jahr!

Großer Erfolg bei der Mathematikolympiade

Elf Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Jahrgangsstufe hatten sich für die der “kleine” Landesrunde der Mathematikolympiade, die am Mittwoch, den 27.2.19 an der Universität Bayreuth stattfand, qualifiziert. Am Vormittag mussten sie anspruchsvolle Aufgaben, die weit über den Schulstoff hinausgehen, in einer dreieinhalbstündigen Klausur bearbeiten. Nach dem Mittagessen in der Mensa durften sie in verschiedenen Workshops erfahren, warum der Eisbär nicht friert oder was alles in unserem Boden steckt. Bei der anschließenden Preisverleihung durften sich sieben Teilnehmer über eine Medaille freuen. Einen dritten Preis erhielten David Schlör (5b), Phillipp Hofmann (5d), Samuel Fraunholz (6a) und Melina Zeidler (6d). Zweite Preise gingen an Jonas Ohnesorge (5d) und Teodor Franke (6b) und über einen hervorragenden ersten Preis durfte sich Filip Schubert (5b) freuen. Allen Preisträgern herzlichen Glückwunsch.

Jugend forscht 2019

Auch im zehnten Jahr reißt die Erfolgsserie nicht ab!


Im Rahmen des diesjährigen Regionalentscheides “Schüler experimentieren” am 21. Februar 2019 in der Fachhochschule Hof nahmen in diesem Jahr zum zehnten Mal in Folge 17 Schülerinnen und Schüler in neun Forschergruppen teil. Abermals kann sich das Ergebnis wirklich sehen lassen. [Bericht vom Regionalentscheid]

Das war wieder ein echt „heißer“ Museumsbesuch!

Am 25.1.2019 und am 1.2.2019 … oder vor mehreren tausend Jahren befanden wir uns mit den Schülerinnen und Schülern der Natur AG erneut in der Eiszeit des Urweltmuseums in Bayreuth. Dort haben wir erfahren, wie sich das Klima im Lauf der Erdgeschichte immer wieder verändert hat. Außerdem haben wir anhand der ausgestellten Fossilien von eiszeitlichen Tieren und einer nachgebauten Eiszeithöhle die Tierwelt der letzten Eiszeit kennengelernt – ganz nebenbei haben wir uns nach einem kleinen Zeitsprung auch fossile Funde wie den Temnodontosaurus aus Mistelgau angesehen. Und so befanden wir uns mitten in der Eiszeit (kalt genug war es an den beiden Tagen ja gewesen), genauso wie unsere Vorfahren und mussten ein Feuer machen („damit es am Abend etwas zu Essen geben wird“): Mit Feuerstein, Pyrit und echtem Zunder – und tatsächlich haben wir es gemeinschaftlich wieder geschafft! Dennoch waren sich schließlich alle einig: „Wir hätten in dieser Zeit wohl nicht wirklich überleben können“! Eine Reise in die Vergangenheit, die auch diesmal wieder jedem im Gedächtnis bleibt!

Oliver Schinköthe, Andrea Klier und Johannes Schott

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