Aktivitäten und Erfolge (2019)

„Quantenphysik scheibchenweise“


Auch in diesem Schuljahr war der Lehrstuhl Experimentalphysik XI wieder mit seiner Roadshow „Quantenphysik scheibchenweise“ bei uns zu Gast. In einem außerordentlich kurzweiligen, interessanten und für alle sehr gut verständlichen Experimentalvortrag vermittelte Prof. Dr. Enders unseren Zehntklässlern die wichtigsten Grundlagen der Quantenphysik und gab zuletzt auch einen Ausblick auf deren wichtige Anwendungsgebiete. Anschließend durften unsere Schülerinnen und Schüler in mehreren kleinen Stationen selbst Hand anlegen und Versuche rund um die Wellenlehre und Quantenphysik durchführen.
Ein ganz herzlicher Dank an Frau Dr. Enders und Herrn Prof. Enders, dass sie uns abermals dieses tolle und außergewöhnliche Angebot machen konnten. Unser besonderer Dank gilt aber auch allen Mitarbeitern und Studierenden und allen voran dem großartigen technischen Mitarbeiter Thomas Dabisch, ohne den all die eindrucksvollen und anschaulichen Experimente nicht möglich gewesen wären!

 

„Swim or sink?“

Am 4.7. besuchte der Wahlkurs NaWi Plus das Physikalische Lernzentrum der Universität Bayreuth. Unter sehr professioneller und ebenso kurzweiliger Leitung von Prof. Enders vom Lehrstuhl Experimentalphysik XI durften alle Teilnehmer dieser Exkursion ihr Wissen rund um das Thema Sinken und Auftrieb testen und erweitern. Dabei wurden theoretische Fachinhalte wie das archimedische Prinzip ebenso vermittelt wie die Möglichkeit gegeben, in Schülerexperimenten dem Schwimmen oder Sinken selbst auf die Spur zu kommen. Abschließend traten alle Schülerinnen und Schüler in einem Wettbewerb gegeneinander an, in dem es darum ging, wer das Schiff bauen kann, das das meiste Gewicht tragen kann. Auf die Gewinner warteten sogar Preise.
Wir danken ganz herzlich Herrn Prof. Enders, Frau Dr. Enders und den fleißigen wissenschaftlichen Mitarbeitern für diese außergewöhnliche und sehr spannende MINT-Exkursion. Die Zeit verging viel zu schnell! Wir freuen uns schon auf das nächste Mal!
Andrea Klier und Matthias Wutschig

Energie – wer, wie was?

Am Mittwoch, den 5. Juni durften wir Herrn Daniel Hofmann von Siemens Erlangen zu einem Expertenreferat zum Thema “Energie und Umwelt im 21. Jhd.” am GMG begrüßen. Ausganspunkt seines Vortrags war ein Zitat von Werner von Siemens: “Für augenblicklichen Gewinn verkaufe ich die Zukunft nicht.” In einem interessanten und kurzweiligen Vortrag referierte er zu Themen wie Folgen des Atomausstiegs, CO2-Ausstoß und erneuerbare Energien. Schnell wurde dabei klar, dass es für die Energieversorgung der Zukunft keine einfache Lösung geben kann. Er zeigte auch auf, welche unterschiedlichen Interessen verschiedene Länder in der Energiepolitik verfolgen und welche Möglichkeiten jeder Einzelne von uns hat, seinen Energiebedarf einzuschränken.

Was Spiderman besser wissen sollte!

Oder: Was wir von der Natur lernen können!


Unsere Forschergruppe der 6. Jahrgangsstufe machte sich zu einer ganz besonderen Exkursion auf: wir waren zu Gast beim Lehrstuhl Biomaterialien im nagelneuen TAO-Gebäude und erfuhren von Prof. Scheibel in einem außerordentlich kurzweiligen und anwendungsorientierten Vortrag, was die Forschungsschwerpunkte der Mitarbeiter seines Lehrstuhls sind. Da geht es nämlich vor allem darum, was Spiderman besser wissen sollte – und was wir von der Natur lernen können.
Wir danken Herrn Prof. Scheibel und seinem Team, insbesondere auch seiner Frau, die uns diesen eindrucksvollen Nachmittag ermöglicht und organisiert habe

Der InnoTruck war am GMG

Die Initiative InnoTruck des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) besuchte in Kooperation mit der MINT-Region Bayreuth das Graf-Münster-Gymnasium. Bei der gemeinsamen Veranstaltung unter dem Motto „Greatplace2brain“ erwartete angemeldete Schulklassen im Inneren des doppelstöckigen Forschungstrucks eine interaktive Ausstellung zur Bedeutung von Innovationen und Zukunftstechnologien. Die begleitenden Wissenschaftler boten multimediale Führungen sowie praxisnahe Experimente an und beantworteten Fragen zu den Perspektiven in MINT-Berufen. Während der „Offenen Tür“ am Montag waren interessierte Forschernaturen, Eltern und umliegende Schulen eingeladen. Der Eintritt war frei.

Geführte Rundgänge und Workshops gab es für folgende unserer MINT-Gruppen:
Forscherklassen der 6. Jahrgangsstufe; Wahlkurse NaWi Plus, Robotik, Stories from tomorrow, Physikkurs der Q11 und einige einzelne Klassen. Zudem waren auch benachbarte Schulen mit Gruppen zu Gast.

Im Rahmen der letzten Führung konnten wir sogar unsere Oberbürgermeisterin Frau Brigitte Merk-Erbe sowie MdB Dr. Silke Launert bei uns begrüßen und ihnen interessante Einblicke in mögliche Zukunftstechnologien geben.

Eine technische Meisterleistung

Nachdem Alexander Haid (7a) im vergangenen Jahr bei seiner ersten Teilnahme gleich einen 3. Platz im Regionalentscheid von “Schüler experimentieren” abräumte, konnte er sich bei seinem zweiten Anlauf in diesem Jahr schon den Regionalsieg in Oberfranken sichern. Aber nicht nur das: hierdurch war er berechtigt, auch beim großen Landesentscheid am 11./12. April in Dingolfing anzutreten und erhielt für seinen “Einkauf3R – einen technisch verbesserten Einkaufswagen” sogleich einen Sonderpreis. Eine herausragende Leistung, zu der wir unserem Alexander auf das herzlichste gratulieren!
Die Schulfamilie des Graf-Münster-Gymnasiums ist sehr stolz auf Dich und freut sich mit Dir!

Im Demonstrationslabor Bio-/Gentechnik der Universität Bayreuth dem Täter auf der Spur

Bayreuth, 28.3.2019. Es ereignete sich ein … naja, jetzt einmal langsam. Ein Verbrechen hat ja zum Glück nicht stattgefunden. Allerdings durften die Schülerinnen und Schüler des biologisch-chemischen Praktikums und die Schülerinnen und Schüler des Biologiekurses 1b12 unserer Schule in die Rolle eines Forensikers schlüpfen. Der Auftrag: DNS isolieren, vermehren, sichtbar machen. Denn nichts anderes ist der Job eines Forensikers bei einem wirklichen Verbrechen. Hört sich einfach an, ist es aber nicht unbedingt. Hohe Konzentration und eine geduldige, vor allem außerordentlich sorgfältige Arbeitsweise im Team wurden den Jungwissenschaftlern abverlangt. So viel kann man schon einmal verraten: Zum Schluss hat Herr Dr. Scharfenberg, der das Praktikum leitete, unseren Schülerinnen und Schülern ein dickes Lob ausgesprochen, weil genau das wirklich super funktionierte. [weiterlesen]

Spiel‘ gut mit C#Nat!

was haben Aceton, jede Menge Bausteine und die Forscherklassen vom GMG gemeinsam? Klar, das klingt nach chemischen Experimenten und kniffligen Bauaufgaben! In der letzten Woche waren die beiden Forscherklassen 5a und 5b nämlich zu Besuch beim höchst interessanten Chemieprogramm „C#Nat – Chemie vernetzt Naturwissenschaften“ an der Uni Bayreuth. Zuerst gab es eine kurzweilige Info vom Leiter der Didaktik Chemie, AD Walter Wagner, über Lego-Steine und ihre besondere Kunststoffmischung. Dann rückten die Jungforscher profimäßig ausgerüstet mit Schutzhandschuhen, Kitteln und Schutzbrille den Kunststoffsteinen mit Lösungsmittel zu Leibe. Außerdem kamen eine Zentrifuge und eine Heizplatte (über 200 °C!) zum Einsatz, um die verschiedenen Kunststoffsorten eindeutig zu unterscheiden. Angeleitet wurden die Kinder von waschechten Chemikern, die als Highlight auch noch flüssigen Stickstoff auspackten.

Nach der chemischen Untersuchung des beliebtesten Bausteins der Welt waren die „Ingenieure“ gefragt. Einen „Hinkenden Frosch“ und ein „Heupferd“ nach Anleitung bauen – das ging ja noch: aber wer baut ein Auto, das möglichst weit fahren kann? Der Wettbewerb war eröffnet und schon bald wurde in den Gängen des Gebäudeteils NWII die 10-Meter-Marke geknackt. Hier zeigte sich auch schnell, dass man für das Forschen und Entdecken manchmal eine gehörige Portion Geduld und Durchhaltevermögen braucht – eine von vielen Erkenntnissen an diesem spannenden Tag an der Uni.

(Lego ist übrigens ein Kunstwort und stammt vom dänischen „Leg godt“ = „Spiel‘ gut“…)

Tropische Frücht(ch)e(n) im Botanischen Garten …

schmecken sogar noch viel besser als zu Hause. Egal ob Ananas, Bananen, Lulo, Kakao, Papaya, Mango oder Kokosnuss, alles wurde probiert und gegessen. Von „boah, lecker“ bis „kann ich noch was haben“ war alles dabei (leider auch manchmal „bäh“, aber probieren geht ja bekanntlich über studieren). Diese Erfahrungen machten die Schülerinnen und Schüler der Natur AG, als sie in zwei Gruppen aufgeteilt am 22.2.2019 und am 1.3.2019 von Frau Geukes durch den Ökologisch-botanischen Garten geführt wurden. So haben die Kinder neben vielen Geschmacksproben auch noch sehr interessante Informationen zu den Pflanzen, deren Früchte sie im Alltag oft schon gegessen haben, bekommen und über sie etwas gelernt. Sowohl neue Beobachtungen („Ja, die Früchte des Kakaos wachsen tatsächlich direkt am Stamm“), als auch interessante Informationen (Ja, der Same einer Kokosnuss ist wirklich so groß wie ein Handball und kann schwimmen!“) konnte sicherlich der ein oder andere im Gedächtnis behalten und mit nach Hause nehmen.

Oliver Schinköthe und Andrea Klier

Herausforderungen der Energiewende

Prof. Stephan Pöhler von der Fa. TenneT erläutert unseren Schülern die Problematik des Übertragungsnetzes in Deutschland

Auch in diesem Jahr wurde die erfolgreiche Kooperation mit der Fa. TenneT fortgesetzt. Prof. Stephan Pöhler kam zu den gut 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmern unserer Physikkurse der Q11, um mit ihnen über die Herausforderungen der Energiewende zu sprechen. Insbesondere wurde dabei die Problematik des Übertragungsnetzes diskutiert, welches den im Norden Deutschlands durch Windkraft produzierten Strom über Gleichstromtrassen in den Süden transportieren soll. In einem kurzweiligen und fachkundigen Vortrag informierte uns Herr Prof. Pöhler sehr anschaulich und fachkompetent über Chancen und Herausforderungen dieses riesigen Projektes. Wir freuen uns schon auf die Fortsetzung dieser Kooperation im nächsten Jahr!

Großer Erfolg bei der Mathematikolympiade

Elf Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Jahrgangsstufe hatten sich für die der “kleine” Landesrunde der Mathematikolympiade, die am Mittwoch, den 27.2.19 an der Universität Bayreuth stattfand, qualifiziert. Am Vormittag mussten sie anspruchsvolle Aufgaben, die weit über den Schulstoff hinausgehen, in einer dreieinhalbstündigen Klausur bearbeiten. Nach dem Mittagessen in der Mensa durften sie in verschiedenen Workshops erfahren, warum der Eisbär nicht friert oder was alles in unserem Boden steckt. Bei der anschließenden Preisverleihung durften sich sieben Teilnehmer über eine Medaille freuen. Einen dritten Preis erhielten David Schlör (5b), Phillipp Hofmann (5d), Samuel Fraunholz (6a) und Melina Zeidler (6d). Zweite Preise gingen an Jonas Ohnesorge (5d) und Teodor Franke (6b) und über einen hervorragenden ersten Preis durfte sich Filip Schubert (5b) freuen. Allen Preisträgern herzlichen Glückwunsch.

Jugend forscht 2019

Auch im zehnten Jahr reißt die Erfolgsserie nicht ab!


Im Rahmen des diesjährigen Regionalentscheides “Schüler experimentieren” am 21. Februar 2019 in der Fachhochschule Hof nahmen in diesem Jahr zum zehnten Mal in Folge 17 Schülerinnen und Schüler in neun Forschergruppen teil. Abermals kann sich das Ergebnis wirklich sehen lassen. [Bericht vom Regionalentscheid]

Das war wieder ein echt „heißer“ Museumsbesuch!

Am 25.1.2019 und am 1.2.2019 … oder vor mehreren tausend Jahren befanden wir uns mit den Schülerinnen und Schülern der Natur AG erneut in der Eiszeit des Urweltmuseums in Bayreuth. Dort haben wir erfahren, wie sich das Klima im Lauf der Erdgeschichte immer wieder verändert hat. Außerdem haben wir anhand der ausgestellten Fossilien von eiszeitlichen Tieren und einer nachgebauten Eiszeithöhle die Tierwelt der letzten Eiszeit kennengelernt – ganz nebenbei haben wir uns nach einem kleinen Zeitsprung auch fossile Funde wie den Temnodontosaurus aus Mistelgau angesehen. Und so befanden wir uns mitten in der Eiszeit (kalt genug war es an den beiden Tagen ja gewesen), genauso wie unsere Vorfahren und mussten ein Feuer machen („damit es am Abend etwas zu Essen geben wird“): Mit Feuerstein, Pyrit und echtem Zunder – und tatsächlich haben wir es gemeinschaftlich wieder geschafft! Dennoch waren sich schließlich alle einig: „Wir hätten in dieser Zeit wohl nicht wirklich überleben können“! Eine Reise in die Vergangenheit, die auch diesmal wieder jedem im Gedächtnis bleibt!

Oliver Schinköthe, Andrea Klier und Johannes Schott