Aktivitäten und Erfolge (2020)

“Jugend forscht 2020”

 Auch Corona kann uns nicht aufhalten – Erfolgreiche Jungforscher beim Regionalentscheid in Bamberg

Im Rahmen des diesjährigen Regionalentscheides “Schüler experimentieren” am 5. März 2020 im beruflichen Schulzentrum der Stadt Bamberg nahmen in diesem Jahr zum elften Mal in Folge 8 Schülerinnen und Schüler in sechs Forschergruppen teil; unter dem Einfluss des seit Wochen grassierenden Corona-Virus allerdings leider unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Auch wenn die Teilnehmerzahl in diesem Jahr wieder zurückging, kann sich das Ergebnis wirklich sehen lassen.

[Bericht vom Regionalentscheid]

Chemie – die stimmt!

Für Nike Brenner (Klasse 9b) gilt dies auf jeden Fall! Der gleichnamige Wettbewerb für die Mittelstufe wurde heuer erstmals auch in Bayern ausgetragen – und Nike ist als Pionierin erfolgreich dabei!

Sie beschäftigte sich in den Weihnachtsferien intensiv mit Fragen nach berühmten Chemikern sowie mit der Chemie des Magnesiums, Stickstoffs und Phosphors. Nike löste dazu Recherche-, Denk- und Rechenaufgaben und tat dies so gut, dass sie zu den bayernweit 30 Schülerinnen und Schülern gehört, die die 2. Runde des Wettbewerbs erreicht haben. Herzlichen Glückwunsch! Leider ist momentan ungewiss, ob und wann die 2. Runde – eine dreistündige Chemieklausur – stattfindet. Wegen der Coronavirus-Epidemie wurde die für den 18. März in München geplante Veranstaltung vorerst abgesagt.

Ute Weinrich (Foto: M. Martin)

5 Preisträger bei der Mathe-Olympiade Bayern

Die Teilnehmer der 5. und 6. Klassen konnten bei der Landesrunde der Mathematik-Olympiade, die an der Universität Bayreuth stattfand,  ein hervorragendes Ergebnis erzielen. In einer anspruchsvollen dreieinhalbstündigen Klausur stellten sie ihr mathematisches Können und logisches Denkvermögen unter Beweis. Nach dem Mittagessen in der Mensa durften die Schülerinnen und Schüler Roboter programmieren, erfuhren, warum der Eisbär nicht friert oder entdeckten, was alles in unserem Boden steckt. In einem Vortrag über Schneeflockenkurven und Apfelmännchen von Naemi Fischer sahen sie dann noch, dass Mathematik auch verblüffend schöne Bilder entstehen lassen kann. Bei der anschließenden Siegerehrung durften sich Lea Bauer (5b), Theresa Beutin (5a), Ole Höcker(5a) und Constantin Launert (5a) über einen dritten Preis und Jonas Ohnesorge (6d) über einen hervorragenden zweiten Preis freuen. Allen Preisträgern herzlichen Glückwunsch.

Was macht ein „Testpilot auf der Schiene“?

Ein Expertenreferat zum Thema Elektromobilität

ElektromobilitätIm Rahmen unserer Schulpartnerschaft mit der Siemens AG durften wir – wie auch schon in den beiden Vorjahren – Herrn Hans Elschenbroich zu einem Vortrag am Graf-Münster-Gymnasium begrüßen. Vor Schülerinnen und Schülern der 9. Klassen (NTG) berichtete der Referent zunächst kurz über seinen persönlichen Werdegang und erläuterte dann die Aufgaben eines Inbetriebsetzungsingenieurs. In einem kurzen historischen Abriss verwies er auf die Meilensteine in der Entwicklung elektrischer Eisenbahnen seit 1879 und stellte dabei verschiedene Mobilitäts- und Transportlösungen für Personen und Güter vor. Auf anschauliche und interessante Weise vermittelte er beispielsweise wie eine Straßenbahn barrierefrei konstruiert werden kann und wie es möglich ist, dass ein Fahrzeug mit einer starren Achse eine Kurve fährt. In einer regen Abschlussdiskussion wurden u. a. Fragen zu den Themen Magnetschwebebahn, Neigetechnik bei Zügen und Zukunftsvisionen des Schienenverkehrs gestellt.

Wir bedanken uns bei Herrn Elschenbroich für den informativen, kurzweiligen Vortrag und hoffen, dass er uns auch im nächsten Jahr als Referent wieder zur Verfügung stehen wird.

Simply bilinGEN(E)ious, simply ingGEN(E)ious!

Am 19.02.2020 durften wir, die Klasse 9c, zusammen mit unserer Biologielehrerin Frau Friedrich das Demonstrationslabor Bio-/Gentechnik an der Universität Bayreuth besuchen. Dort konnten wir unsere eigene DNA aus Mundschleimhautzellen isolieren, sie u.a. mittels einer Gelelektrophorese sichtbar machen und ein Modell der DNA nach unseren Vorstellungen bauen!

Dabei kommunizierten wir tatsächlich – wie bei echten Wissenschaftlern üblich – auf Englisch!

Danke für das abwechslungsreiche und realitätsnahe Erlebnis!

Wie kommt der Strom zu uns?

Probleme und Komponenten des Übertragungsnetzes – ein Expertenreferat für unsere 10. Klassen

Bereits zum dritten Male besuchte uns im Rahmen der bereits nun schon langjährigen und intensiven Kooperation mit der Firma TenneT Herr Prof. Stephan Pöhler. In einem sehr kurzweiligen und informativen Expertenreferat informierte er unsere naturwissenschaftlichen 10. Klassen über die mit der nötigen Energiewende einhergehenden Probleme der Energieversorgung in Süddeutschland. Hier müssen Lösungen gefunden werden, mit deren Hilfe die durch Windkraft im Norden erzeugte Energie nach Bayern kommen kann. Die Firma Tennet ist hier verantwortlich für die Erstellung von Hochspannungs-Gleichstromtrassen. Wir bedanken uns ganz herzlich für diesen tollen Vortrag, der uns insbesondere für das brisante Thema Energieversorgung sensibilisierte und hoffen, diese Kooperation auch in den kommenden Jahren weiter aufrecht erhalten zu können.

„Smarten Städten gehört die Zukunft“

Fachexkursion der Fachschaft Physik zum Haus der Energiezukunft nach Wunsiedel

Unsere Partnerfirma SIEMENS engagiert sich unter anderem auch als großer Unterstützer der Stadt Wunsiedel durch innovative Technologien, mit deren Hilfe die Stadt als ein Vorreiter gilt, wenn es darum geht, Lösungsansätze für die Energieproblematik der Zukunft zu finden.
Durch die enge Kooperation unserer Schule mit der SIEMENS AG, vertreten durch Herrn Oltsch, wurde uns die Möglichkeit gegeben, eine exklusive Führung im Haus der Energiezukunft und Vorstellung durch Herrn Andreas Schmuderer zu erhalten. In einem sehr ausführlichen Fachvortrag schilderte er unseren Fachkollegen den aktuellen Stand des Wunsiedler Weges und skizzierte auch weitere Projekte für die Zukunft, durch die die Stadtwerke Wunsiedel zu einem Vorreiter autarker Energieversorgung werden könne. Anschließend durften wir auch noch das Kraftwerk vor den Toren Wunsiedels besichtigen, in dem durch eigene Fertigung aus regionalen Quellen hergestellte Pellets verbrannt und unter anderem als elektrische Energie verfügbar gemacht werden können. Eine überaus kurzweilige und praxisnahe Fachexkursion, die in Zukunft als besondere Veranstaltung dieser Art unbedingt wiederholt werden sollte.
Vielen Dank an die Stadtwerke Wunsiedel und die SIEMENS AG, dass sie uns diesen Nachmittag ermöglicht haben!

Karottenschälen und enantioselektive Katalyse – oder:

Professoren der Universität Bayreuth stellen an unserer Schule das Chemiestudium vor

Frau Prof. Weber und Herr Prof. Breuning besuchten am 31. Januar das GMG und informierten im Chemiesaal interessierte Oberstufenschüler über das Chemiestudium allgemein und speziell das an der Universität Bayreuth (die Universität wird in den nächsten Jahren mit weiteren Forschungsgebieten, z.B. im Bereich der Batterieforschung,  zukunftsträchtige Bereiche dazugewinnen).

Sie machten zunächst in engagierten Vorträgen die Bedeutung der Chemie in allen Lebenslagen deutlich und konnten so das Bild der „bösen“ Chemie – sollte dies noch in den Köpfen herumspuken – vertreiben. Mit viel Begeisterung, unterstützt von kleinen Experimenten, stellten sie ihre eigenen Forschungsbereiche vor und gaben grundlegende Informationen zum Studienablauf und zu den dafür nötigen Voraussetzungen.

Eine gelungene Veranstaltung, die bei der bevorstehende Berufs- bzw. Studienwahl sicher manchem GMG-ler Hilfestellung gab!

Sie möchten noch wissen, was es mit dem Karottenschälen auf sich hat? Zwei Zuhören sollten Karotten schälen, wobei sich einer damit sichtlich schwer tat. Des Rätsels Lösung: er hatte einen Schäler für Linkshänder bekommen, der deshalb nicht funktionieren konnte. Genauso können manche Moleküle nicht von katalytisch wirkenden Enzymmolekülen umgesetzt werden, obwohl sie dem eigentlichen Substratmolekül täuschend ähnlich sehen – sie sind dazu aber spiegelbildlich gebaut. Eine anschauliche Heranführung an ein kompliziertes Phänomen!

U. Weinrich (Foto: J. Friedrich)