Geschichte am GMG

Allgemeines

Allgemeines

Lehrplan und Unterricht

Der Geschichtsunterricht beginnt in der sechsten Klasse mit den Grundlagen des Fachs (Zeit, Quellen…) und wird von da an chronologisch fortgeführt. Der Lehrplan sieht aber auch thematische Längs- und Querschnitte vor, z.B. Familie in unterschiedlichen Zeiten und Kulturen. Im Unterricht wird im G9 das Buch „Geschichte und Geschehen“ des Klett-Verlages verwendet, das Ihrem Kind zusätzliche Vertiefungsmöglichkeiten bietet. Fester Bestandteil des Unterrichts ist auch ein von der Fachschaft Geschichte festgelegtes Grundwissen, das Bestandteil der Leistungserhebungen sein kann.

Lehrplan 6. Klasse (LehrplanPlus)

Lehrplan 7. Klasse (LehrplanPlus)

Lehrplan 8. Klasse (G8)

Lehrplan 9. Klasse (G8)

Lehrplan 10. Klasse (G8)

Lehrplan q11 und q12 (G8)

Leistungsnachweise

Geschichte wird von der 6. bis zum Abitur durchgängig zweistündig unterrichtet. In den 6.-8. Klassen werden normalerweise zwei Kurztests als kleine Leistungsnachweise geschrieben. Als Vorbereitung auf die gymnasiale Oberstufe und als Heranführung an Geschichte als Schulaufgabenfach in der Oberstufe werden in den Jahrgangsstufen 9 und 10 Kurzarbeiten geschrieben, die den Unterrichtsstoff von bis zu sechs Unterrichtsstunden umfassen können. Einmal im Halbjahr wird in der Oberstufe in Geschichte eine Schulaufgabe geschrieben. Das Abitur kann in Geschichte schriftlich als drittes Abiturfach und mündlich im Colloquium abgelegt werden.

Geschichte und Sozialkunde

Ab der 10. Klasse ist Geschichte eng an das Fach Sozialkunde gekoppelt. In der 10. Jahrgangsstufe wird normalerweise erst Geschichte ein halbes Jahr, dann Sozialkunde im zweiten Halbjahr unterrichtet, die „vorrückungsrelevante Gesamtnote“ wird aus beiden Fächern gebildet. Die Koppelung in der gymnasialen Oberstufe sieht zwei Teile Geschichte und einen Teil Sozialkunde vor. Die Schulaufgaben werden gemeinsam konzipiert und auch in den Abiturprüfungen sind Verbindungen der beiden Fächer möglich.

Fahrten

Fahrten im Geschichtsunterricht

Fahrten und Exkursionen dienen dazu, die Lehrplaninhalte an Lernorten außerhalb der Schule zu vertiefen. Regelmäßig werden daher in der 7. Jahrgangsstufe (Themen “Leben in der mittelalterlichen Stadt” und “Burg”) sowie in der 9. Jahrgangsstufe (Thema “Nationalsozialismus”) Exkursionen durchgeführt.

Im römischen Regensburg (2019)

Drei große Busse waren nötig, um unsere 6. Klassen am 3. Juli aus dem freien Teil Germaniens ins römische Germanien zu bringen, wo einst das römische Militärlager Castra Regina, das heutige Regensburg, gestanden hat. Das Programm sah zwei Aktivitäten vor: Einerseits eine Stadtführung, die die Schüler auf die Spuren der Römer entlang der Mauer des ehemaligen Militärlagers führte. Dabei gab es nicht nur sofort Erkennbares, wie das Stadttor, die porta praetoria, zu entdecken, sondern auch versteckte Spuren, wie die Straßenverläufe, die noch auf die Römer zurückzuführen sind. Ein weiterer Programmpunkt war der Besuch im Historischen Museum der Stadt Regensburg. Dort war nicht nur ein bedeutender Münzfund zu sehen, vor allem war das Leben der Römer Thema, u.a. Wohnen und Arbeiten, Handel oder auch Mode: Einige Schüler konnten für einige Minuten in die Rolle eines römischen Bürgers, einer römischen Frau oder eines Sklaven schlüpfen.

Marcus Illig

Zwischen Größenwahn und Höhenangst – die 9. Klassen im Nürnberger Dokuzentrum (2019)

Mal nicht zum Shopping in der längsten europäischen Fußgängerzone, sondern auf eine Reise in die dunkle deutsche Vergangenheit fuhren unsere 9. Klassen in die fränkische Metropole Nürnberg. Die alte Kaiserstadt diente schließlich auch den Nationalsozialisten als Kulisse für ihre Reichsparteitage. Einen anschaulichen Eindruck von dem Größenwahn des zwölfjährigen „1000jährigen Reichs“ bot der Rundgang über das Gelände: Eine Halle errichtet aus Granit und Marmor für eine Rede des „Führers“ einmal im Jahr, eine zwei Kilometer lange Straße – geplant für den preußischen Stechschritt von Platte zu Platte, der ebenso schnell imitiert wie erschöpft wieder aufgegeben wurde, ein Aufmarschfeld vor der Rednertribüne mit als Türmen verkleideten Toilettenhäuschen…

Im Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände wurde der Rundgang durch die Ausstellung für so manchen zur Mutprobe, durchbricht doch die Ausstellung die nationalsozialistische Architektur und überspannt auf schmalen Brücken hohe Hallen. Thema des durch den Nürnberger Vereins „Geschichte für alle“ moderierten Rundgangs waren Jugend und Propaganda. Und auch ein Hauch Schule durchwehte die Veranstaltung, wenn bei kleinen Gruppenarbeiten Hitlerjugend und jugendlicher Widerstand erarbeitet und vorgestellt wurden.

Im mittelalterlichen Nürnberg (2018)

Für einen Tag verabschiedeten sich die 7. Klassen am 10.12.2018 in das mittelalterliche Nürnberg. Gleich mehrfach wurde der Burgberg erklommen, was bei Einzelnen zu der naheliegenden Frage führte, warum „die ihre Burg so hoch oben gebaut haben“! Wegen der Aussicht natürlich, die an diesem kalten Wintertag besonders gut war. Besucht wurde beim Aufenthalt in Nürnberg das Kaiserburgmuseum, wo es Rüstungen und Waffen zu bestaunen gab und auch einiges zum selbst Ausprobieren: Eisenhandschuhe, Helme, Schilde, Kettenhemden, Ritterschlag… Für einen Moment verwandelten sich Schülerinnen in Kaiserinnen und Jungs erhoben sich zum edlen Ritter. So gerüstet und gewappnet waren die Temperaturen beim Stadtrundgang durch Burg und Stadt erträglich. Auch wenn die Sonne die Klassen im Stich ließ und Übles im Schilde führte, wurden dennoch die Verteidigungsanlagen der Burg erkundet, Handwerker- und Patrizierhäuser bestaunt und die Legende vom Heiligen Sebald erfahren.

 

An der deutsch-deutschen Grenze in Mödlareuth (2018)

 

Am Freitag, den 21.9.2018, besuchten die beiden Klassen 10a und 10c das Dorf Mödlareuth an der Grenze zwischen Thüringen und Bayern. Zu Beginn fand ein Vortrag mit Filmbeiträgen und Fotografien im Museum statt, der die Zeit der deutschen Teilung noch einmal wiederholte und auch darauf einging, wie sich die deutsche Teilung auf das Dorf auswirkte. So ging es um zwei Brüder, die mehrere Stunden Anfahrt auf sich nehmen mussten, wenn sie sich sehen wollten, obwohl sie doch in Sichtweite zueinander wohnten, nur eben in BRD und DDR. In Mödlareuth versuchten auch mehrfach Menschen, die deutsche Grenze zu überwinden und in den Westen zu fliehen. Deutlich wurde, dass mit jedem Fluchtversuch die Grenze weiter gesichert wurde und es schließlich nahezu unmöglich war, den Westen auf diesem Weg zu erreichen.

Im Anschluss ging es in den Außenbereich, wo ein kleiner Bach die Grenze zwischen zwei Ländern bildete. Im Außengelände waren unterschiedliche Maßnahmen zur Sicherung der deutsch-deutschen Grenze zu besichtigen, u.a. Straßensperren, elektrisch gesicherte Zäune, Türme und Selbstschussanlangen. Auch die Hundeanlagen, die eine Familie überwand, indem sie dem Hund Schlaftabletten zu fressen gab, waren zu besichtigen. Am Grenzzaun wurden die Steigeisen, die sich ein „Republikflüchtling“ zur Überwindung der Sperre gebaut hatte, vorgeführt.

 

Die 7. Klassen besuchen Schloss Thurnau (2018)

Anfang Juli unternahmen alle 7. Klassen des GMGs eine Exkursion zum Thema „Leben im Mittelalter und in der frühen Neuzeit“. Unser Ziel war das Schloss Thurnau. Auf dem Programm standen eine Schlosserkundung mit dem Titel „Auf den Spuren der Herren von Thurnau“, eine angeleitete Besichtigung der Ausstellung „Von der Trutzburg zum Museum“ in der Kemenate der Anlage und der Besuch des Töpfermuseums Thurnau. Zu Beginn wurde meine Gruppe durch die Ausstellung geführt, wo sie selbstständig Rechercheaufträge zu erledigen hatte und wo es dann auch die Möglichkeit gab, sich an einem französischen Kartenspiel oder dem Schreiben mit einem Federkiel zu versuchen. Auf diese Weise wurde uns das damalige Leben nähergebracht. Im Töpfermuseum, das sich in unmittelbarer Nähe des Schlosses befindet, wurde uns ein kleiner Einblick in die Geschichte des Töpferhandwerks gegeben, bevor wir dann selbst unser Geschick mit Ton zeigen konnten. Dabei kamen viele lustige Werke heraus. Im Anschluss wurden wir durch die Schlossanlagen geleitet, bevor ein Besuch im Kellergewölbe derselben den Vormittag abschloss.

Lea Johne 7b

 

Besuch der 9. Klassen im ehemaligen KZ Flossenbürg (2018)

Am 14.5.2018 fuhr die Jahrgangsstufe der neunten Klasse nach Flossenbürg, um dort das ehemalige Konzentrationslager zu besichtigen. Um 9.00 Uhr morgens begannen dort die Führungen auf dem ehemaligen Appellplatz, der Ausgangspunkt für die folgenden Rundgänge war. Die Rundgangsleiter erzählten uns, dass das Konzentrationslager in Flossenbürg in drei Teile geteilt war. In dem Bereich der Häftlinge gab es ein Gebäude für die Küche, ein Gebäude für die Wäscherei, ein Gefängnis und mehrere Baracken für die Häftlinge. In das Gefängnis wurden Häftlinge bereits eingesperrt, wenn sie z.B. vergessen haben, die SS-Wächter zu grüßen. Ein weiterer Bereich ist der SS-Bereich mit den SS-Unterkünften, dem Casino, der Siedlung und dem Kommandantur-Gebäude. Der dritte Bereich umfasst hauptsächlich den Steinbruch, in dem die Häftlinge Granit abbauen mussten. In diesem Konzentrationslager gab es keine Gaskammer, die Insassen mussten vielmehr jeden Tag bis zu zwölf Stunden im Steinbruch arbeiten. Durch diese qualvolle und harte Arbeit starben natürlich auch sehr viele Häftlinge. Die Häftlinge wurden sehr schlecht behandelt. Zum Essen gab es meist nur eine dünne Suppe mit einer Scheibe Brot und nach der Arbeit mussten sie teilweise über Stunden auf dem Hof stehen. Außerdem erhielten sie kaum ärztliche Versorgung. Im Laufe der Zeit war das Konzentrationslager sehr überfüllt, sodass die Häftlinge auf kleinstem Raum zusammenleben mussten.Heute enthält das Lager ein Museum, in dem die Geschichte des Lagers durch modernste Technik dokumentiert ist. Im Anschluss an den Rundgang konnten wird die Ausstellung besuchen.

Marvin Schäfer, 9a

Gäste

DDR-Geschichte aus erster Hand

Weil er nicht angepasst war an das System, wurde er in der DDR verhaftet und monatelang eingesperrt. Inzwischen führt Thomas Lukow Reisegruppen durch das Stasimuseum in Berlin und durch das Bundeskanzleramt. Und er bereist mit seinen Erlebnissen und Erfahrungen auch Schulen. Am Mittwoch und Donnerstag der letzten Juniwoche konnten die 9.-11. Klassen in mehreren Vorträgen allgemeine Informationen, aber vor allem die ganz persönliche Biografie eines Zeitzeugen kennenlernen mit den Schwerpunkten „Kindheit und Jugend“ und „das Ministerium für Staatssicherheit.“ Ermöglicht wurde der Besuch von Thomas Lukow von Sabine Habla von der Hanns-Seidel-Stiftung.

Seminare

Seminare im Fach Geschichte

P-Seminare

Geschichte des GMG (2010/2012, Schreiner)

Unterrichtsgänge (2012/2014, Jordan)

Kriegerdenkmäler (2013/2015, Kieltsch)

Geschichte im Spiel (2014/2016, Prechtl)

Entartete Kunst (2016/2018, Theiß-Neuner)

Kartenschatz des GMG (2017/2019, Prechtl)

Auschwitz (2018/2020, Graf)

 

W-Seminare

Antike im Film (2010/2012, Kieltsch)

Historische Expeditionen (2012/2014, Späth)

Erster Weltkrieg (2013/2015, Scholz)

Terrorismus (2014/2016, Illig, Jordan)

Zeitgeschichte im SF-Film (2015/2017, Hofmann)

Sklaverei und Menschenhandel (2016/2018, Scholz)

Revolutionen in der Weltgeschichte (2017/2019, Illig, Prechtl)

Holocaust (2018/2020, Graf, Jordan)

Projekte

Projekte

Migrationsprojekt (10. Klasse)

Dem Thema MIGRATION widmen die Fächer Geschichte und Sozialkunde einen Projekttag, an dem eigenständig verschiedene Aspekte des Themas vertieft behandelt werden. In den vergangenen Jahren konnte als externer Partner Jakob Fischer (Projektleiter Bundesprojekt Migration und Integration im Rahmen der Wanderausstellung “Deutsche aus Russland. Geschichte und Gegenwart”) gewonnen werden. 

 

Migration als Projekt (2019)

An zwei Tagen machten Ende Februar alle 10. Klassen das Thema „Migration“ zu ihrem Projekt. Sowohl aktuelle als auch historische Ursachen für Migration, aber auch rechtliche Fragen, wie die Grundlagen für den Erwerb der deutschen Staatsbürgerschaft, waren Gegenstand. Einen besonderen Beitrag leistete dabei auch in diesem Jahr unser Kooperationspartner Herr Fischer, der vor allem den Fokus auf deutsche Aussiedler aus Russland legte und die wechselvolle Geschichte der Deutschen in Russland in allen Facetten vermittelte. Und wie es üblich und alter Brauch ist, gingen die Klassen nicht aus dem Vortrag ohne noch vorher gemeinsame Lieder gesungen zu haben.

Neben den reinen Fakten, die im „postfaktischen Zeitalter“ für eine sachliche Diskussion des aktuellen und brisanten Themas unerlässlich sind, war auch Raum dafür, sich der Migrationsgeschichte in der eigenen Familie bewusst zu werden.

M. Illig

Grundwissen

Grundlegende Daten und Begriffe (LehrplanPLUS)

Grundlegende Daten und Begriffe_6. Jahrgangsstufe

Grundlegende Daten und Begriffe 7. Jahrgangsstufe

Grundwissen (G8)

Grundwissen 8. Jahrgangsstufe

Grundwissen 9. Jahrgangsstufe

Grundwissen 10. Jahrgangsstufe

 

Das Passwort zum Öffnen der Dokumente erhält man beim jeweiligen Fachlehrer.

Links

Interessante Links zur Geschichte


http://www.lehrplanplus.bayern.de
Link zum neuen Lehrplan, gültig ab dem Schuljahr 2017/2018

http://www.historicum.net
Portal zur Geschichte der frühen Neuzeit, unter anderem getragen von der Bayerischen Staatsbibliothek in München

http://www.nfhdata.de
Presseschau „Nachrichtendienst für den Historiker” durchforstet täglich die wichtigsten überregionalen Tages- und Wochenzeitungen nach Artikeln mit historischem Bezug; interessant für aktuelle Unterrichtseinstiege

http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de
präsentiert unter anderem diverse Lexika, Fachliteratur, Quellentexte und Kartenmaterial – eine Fundgrube für die regional und landesgeschichtlich interessierte Lehrkraft

http://www.historisches-lexikon-bayerns.de
enthält ausführliche Artikel, aber auch Quellentexte, Karten, Bilder und Tondokumente zur bayerischen Geschichte. Gegenwärtig enthält es Artikel zur Geschichte Bayerns in der Zeit der Weimarer Republik; weitere Epochen werden Stück für Stück ergänzt

http://www.hdg.de/lemo/home.html
LEMO = Lebendiges Museum Online:
Gesamtdarstellung zur deutschen Geschichte vom Kaiserreich bis zur Gegenwart

http://www.wcurrlin.de/pages/5.htm
Basiswissen zur Geschichte von der Antike bis ins 20. Jahrhundert

http://www.preussen-chronik.de
Die Chronik Preußens von 1618 – 1947

http://www.shoa.de
Umfangreiche Informationen zur Verfolgung der Juden, zum Holocaust und zum Dritten Reich